|
|
 |
Implementierung lokaler Aktionspläne/Sozialplanung
|
Das Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf Die Soziale Stadt" will Verfahrens- und/oder Förderrichtlinien anregen, die gewährleisten, daß von den Gemeinden vorzulegende integrierte Handlungskonzepte erstellt werden. Weiter gibt das Programm vor, daß die Verzahnung von Fördermitteln erst auf Stadtteil- und Projektebene erfolgen soll.
Der lokale Aktionsplan zur Umsetzung dieses Programms hat deshalb eine herausgehobene strategische qualitätssichernde Bedeutung. Entlang der von diesem Programm entwickelten Matrix verlangen diese Aktionspläne eine
 |
- differenzierte Problembeschreibung
- die Entwicklung von strategischen Entwicklungszielen
- die Umsetzung dieser strategischen Ziele in operative
- die Ermittlung der betroffenen Ämter/Ressorts
- die Auflistung der bestehenden Fördermöglichkeiten der Städte und Gemeinden des Landes und des Bundes
- die Feststellung, wie bestehende Fördermöglichkeiten für die Stadtteilentwicklung neu ausgerichtet werden
- Feststellung von zusätzlichen Bedarfen.
|
nach oben 
Diese Fragestellung und die vor Ort gefundenen Antworten müssen nach folgender Systematik aufgearbeitet werden:
Soziale und ethnische Integration
 |
- Marginalisierung (Konzentrierung von Problemgruppen)
- fehlende Nachbarschaft (Isolation im Stadtteil)
- Interkulturelle Aus- und Abgrenzung, Intoleranz, Aggression
- unterdurchschnittliche Nutzung von sozialen Angeboten und Einrichtungen durch ethnische Minderheiten
- fehlende Partizipation der Bürger
|
Öffentlicher Raum und Sicherheit
 |
- Vernachlässigung im öffentlichen Raum
- subjektives/objektives Unsicherheitsgefühl der Bewohner
Vandalismus, Kriminalität
- Konzentration von Drogenkonsum und Drogenhandel im öffentlichen Raum
|
nach oben 
Wohnen und Wohnumfeld
 |
- Abwanderung und Leerstand
- Verdrängung durch städtebauliche Maßnahmen (Investitionen)
- bauliche Vernachlässigung und Verfall von Wohngebäuden
- unzureichende Grün- und Freiflächen (qualitativ und quantitativ)
|
Soziale Infrastruktur, Schule, Kinder, Jugendliche und Familienförderung
 |
- bauliche und funktionale Defizite in öffentlichen Einrichtungen (Schule, Kitas usw.)
- hoher Anteil von Schülern nichtdeutscher Herkunft mit Sprachschwierigkeiten
- Verlust familiärer Erziehung bei mangelndem Ausgleich durch öffentliche Angebote
- nicht ausreichende/nicht adäquate Angebote von Nachmittagsbetreuung
|
nach oben 
Arbeitsmarktpolitik und Wirtschaftsförderung
 |
- fehlende Lehrstellen
- fehlende Arbeitsplätze
- Langzeitarbeitslosigkeit von besonderen Personengruppen (Geringqualifizierte, Frauen, Jugendliche)
- Abwanderung von produzierendem Gewerbe
- Wegbrechen von Einzelhandelsbetrieben (auch Dienstleistung)
- Verdrängung, insbesondere des produzierenden Handwerks
|
Besondere soziale Lebenslagen, Gesundheitsförderung
 |
- Anteil an (Arbeitslosen) Sozialhilfeempfängern
- Anteil an Haushalten mit Transfereinkommen
- Wohnungs- und Obdachlosigkeit
- überschuldete Haushalte
- gesundheitliche Auswirkungen sozialer Ungleichheiten
|
Steuerungsinstrumente und Ressourceneinsatz
 |
- mangelnde Flexibilität im Ressourceneinsatz
- mangelnde lokale und landesweite Steuerungsmöglichkeiten
|
nach oben 
|
|
|