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E&C in strukturschwachen ländlichen Gebieten:
Offenes Umsetzungsverfahren

Das BMFSFJ und die Regiestelle der Stiftung SPI haben ein offenes Umsetzungsverfahren gewählt. Am 6. September 2000 fand ein Werkstattgespräch mit Vertreter/innen der ausgewählten Landkreise statt, um Programmstrukturen festzulegen, die die jeweiligen lokalen Gegebenheiten berücksichtigen. In einem nächsten Schritt wurden die eingereichten Rahmenkonzeptionen von der Steuerungsrunde E&C begutachtet. Verträge mit den Landkreisen wurden geschlossen.

Im Jahr 2001 wurden die Projekte vor Ort gestartet. Auf zwei Arbeitstreffen mit den Vertreterinnen der Landkreise wurden die Erfahrungen mit der Umsetzung vor Ort mit dem BMFSFJ, dem DJI und der Regiestelle E&C ausgetauscht.

Die Programmlaufzeit beträgt 3 Jahre. Die wissenschaftliche Begleitung des Programmbausteins liegt bei der Regionalen Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Jugendinstitutes. Im Zentrum steht trotz der Vielfalt der Projekte das Erarbeiten einer zusammenfassenden fachlichen Bilanz des Modellprogramms als Ganzes. Unter der Perspektive der Projektbegleitung obliegt der wissenschaftlichen Begleitung in Zusammenarbeit mit der Regiestelle E&C des weiteren die Aufgabe, den Austausch von Erfahrungen zwischen den Projekten die Fachdiskussion zu ermöglichen und – soweit wie möglich – die einzelnen Projekte in ihrer Arbeit fachlich zu unterstützen.


Soziales Engagement fördern
Auf der Grundlage des tatsächlich bestehenden Bedarfs vor Ort und unter Berücksichtigung der Wünsche und Erwartungen von Kindern und Jugendlichen wurden in den Landkreisen Handlungsfelder festgelegt und Einvernehmen darüber hergestellt,
  • wie das bereits vorhandene ehrenamtliche Engagement beschrieben und dokumentiert werden kann,
  • unter welchen Vorraussetzungen bestehendes soziales Engagement gefördert und nachhaltig gestützt werden kann,
  • wie vorhandene Strukturen in der Region mobilisiert und kooperative Netze entwickelt werden können, in denen sich bisher nicht „erreichte“ Jugendliche ehrenamtlich engagieren können,
  • welche neuen und zusätzlichen Formen sozialen Engagements entwickelt werden können,
  • wie Beteiligungsformen von Kindern und Jugendlichen provoziert/ initiiert und gestärkt werden können,
  • wie (neue) Formen der Anerkennung ehrenamtlichen Engagements entwickelt werden können,
  • wodurch die Selbsthilfekräfte von Kindern und Jugendlichen und ihrer Familien gestärkt werden können und
  • wie der soziale Zusammenhalt der ländlichen Regionen insgesamt gestärkt werden kann.


Herausforderungen und Chancen
Die vorhandenen konzeptionellen Ansätze enthalten eine Vielzahl von Ideen um neue Gebiete des Ehrenamtes zu erschließen.

Bereits bestehende Netzwerke in den ländlichen Regionen sind zumeist informell angelegt. In einigen Landkreisen existieren aber auch Konzepte für eine institutionelle Vernetzung der vorhandenen Akteure. Diese Konzepte sind in der Regel auf die Jugendarbeit konzentriert bzw. verbandsorientiert angelegt und werden durch den Einbezug und den Aufbau anderer Kooperationsformen erweitert. Ein Beispiel dafür ist ein (institutionelles) Netzwerk zwischen Jugendamt, der städtischen Jugendpflege, Schule und der Schulsozialarbeit mit dem Ziel der Gewinnung neuer Ehrenamtlicher durch die Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf das Ehrenamt im Rahmen des Wahlpflicht-Unterrichts.

Ein Problem der Landkreise besteht darin, Kinder und Jugendliche mit den bestehenden Angeboten der Jugendarbeit zu erreichen. Es geht nicht nur darum, die vorhandenen Ressourcen für bürgerschaftliches Engagement aufzuspüren, sondern auch Angebotsformen zu finden und diese kontinuierlich zu nutzen. Dazu gibt es mehrere erfolgreiche - nach dem Prinzip der aufsuchenden Arbeit gestaltete - Beispiele, die mobile Angebote erschließen z. B. rollender Spiel-verleih/Freizeitanimation, ein von Jugendlichen unterhaltener, mobiler alkohol-freier Getränkestand für Dorf- und Straßenfeste etc. (Intention Drogenprävention) oder eine mobile Internetstation zur Erschließung, Nutzung und Fortbildung Jugendlicher mittels neuer Medien.

Durch einen Erfahrungsaustausch der Landkreise untereinander und einer damit einhergehenden kontinuierlichen Dokumentation gilt es, diese in Zukunft weiter fortzuschreiben.

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Stand:18.9.2000
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Netzwerk und Ehrenamt Modellverzeichnis des DJI

Beauftragte in den ausgewählten Landkreisen

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